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Ladies.de informiert: Hamburger Politik macht Hoffnung auf Wiederöffnung

Seit Mitte März steht das Rotlichtgeschäft im kompletten Bundesgebiet aufgrund der Coronapandemie still. Seitdem ist viel passiert. Einige Branchen konnten ihre Geschäfte wieder aufnehmen und der Alltag vieler mit allmählich wieder Normalität an. Doch in den Bordellen und Saunaclubs herrscht immer noch gähnende Leere. Im hohen Norden – genauer gesagt in der Hansestadt Hamburg – kommt nun Bewegung in die Diskussion um eine Öffnung der Branche.

Da auch andere körpernahe Dienstleistungen, wie bspw. Massagesalons, von der Coronaschließung befreit wurden, fühlen sich die Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter auf der Reeperbahn benachteiligt. Die Gruppe „Sexy Aufstand Reeperbahn“ rief nun zur Demonstration in der Herbertstraße unter dem Motto „Lieber legal und kontrolliert – als illegal und unkontrolliert“ auf. Rund 80 Prostituierte folgten dem Aufruf. Laut Polizeiangaben säumten knapp 300 Schaulustige und Unterstützer den Demonstrationsweg. Unter diese Gruppe mischten sich auch Abgeordnete der Bürgerschaft.

Bereits Mitte Juli fand eine Protestkundgebung auf der Reeperbahn statt. In Zuge dessen stellte der Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte Falko Droßmann (SPD) eine Öffnung der Prostitutionsbetriebe zum 1. September in Aussicht. „Dieser Protest, den die Damen hier gemacht haben – wohlgemerkt bei der Stadt angemeldete und steuerzahlende und sozialversicherungspflichtige Damen – hat gefruchtet. Tatsächlich beabsichtigt die Gesundheitsbehörde, in Absprache mit unseren Nachbarländern, zum 1. September die Prostitution in Prostitutionsstätten wieder zu erlauben, wenn die Infektionszahlen niedrig bleiben.“, erklärte der Politiker den Vorstoß. Diese Aussage dürfte bspw. auch Betreibern und Prostituierten in Hannover und ganz Niedersachsen neue Hoffnung geben.

Einigen Prostituierten geht das nicht schnell genug. Aus diesem Grund fand nun die zweite Kundgebung innerhalb weniger Wochen statt. Die Demonstranten fürchten eine Verdrängung in die Illegalität. Was in Parks oder Privat- bzw. Escort-Wohnungen passiert, sei nicht kontrollierbar. Eine effektive Kontrolle wäre nur in einem verantwortungsbewusst arbeitenden Bordellen, Laufhäusern oder ähnlichen Etablissements möglich. Eine Arbeitserlaubnis für Prostitutionsbetriebe sei somit eine Entscheidung im Sinne der Pandemie-Bekämpfung. Diese Einschätzung teilt auch der Sozialdemokrat Droßmann, dennoch lassen sich die Entscheider in der Hansestadt nicht zu einer früheren Öffnung hinreißen.

Auch in anderen Städten wie Frankfurt wollen Bordellbetreiber ihre Pforten wieder öffnen und haben ein Hygienekonzept entwickelt. Eine Erlaubnis konnte man hier allerdings noch nicht erreichen. Einen weitereren Hoffnungsschimmer sehen Betroffene im München. Teilweise konnten Betriebe in Bayern durch lokale Vereinbarungen mit Behörden wieder öffnen. Eine landesweite Arbeitserlaubnis steht aber auch hier noch aus.

Sobald sich in dieser Sache neue Entwicklungen ergeben, erfahrt Ihr es natürlich im Bordellberichte-Blog in Kooperation mit unserem Partner Ladies.de.

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